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Die Textzeilen rechts habe ich im "Heimatbuch für Dortmund" gefunden. Dies ist ein Lehrbuch für Dortmunder
Schülerinnen und Schüler, herausgegeben vom Arbeitskreis für Heimatkunde und erschienen 1966 im Geord Westermann Verlag, Braunschweig.
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Als Zeitzeuge beschreiben diese Textpassagen, wie es Mitte der 1960er-Jahre im Dortmunder Hauptbahnhof ausgesehen hat:
Die Fahrkartenschalter befanden sich in der Eingangshalle rechts, wo heute ein großer Drogeriemarkt und
eine Bäckerei geöffnet haben. Zu den Bahnsteigen konnte man nicht einfach durchgehen, sondern musste
Sperren passieren, an denen die Fahrkarten gelocht wurden. Wer nicht selbst fahren wollte, aber zum Bahnhof
kam, um jemanden zum Zug zu begleiten oder abzuholen, musste eine Bahnsteigkarte lösen.
Die Zeit, daß man nicht frei durch den Hauptbahnhof durchgehen konnte, habe ich nicht mehr miterlebt. Jedoch
kann ich mich erinnern, daß meine Eltern bei der morgendlichen Zeitungslektüre einmal davon sprachen, daß man
die Sperren im Hauptbahnhof nun abgebaut habe. Ich kann mich auch noch daran erinnern, daß lange Zeit eine
rote ovale Informationsloge am Durchgang zu den Gleisen stand. Dies war eine der zuvor mehrfach vorhandenen
Sperrposten. Woran ich mich noch sehr gut erinnern kann, sind die Fahrkartenschalter an der rechten
Seite der Bahnhofshalle. Wenn wir mit dem Zug fahren mussten, sprach meine Mutter durch eine Sprechluke zu
dem hinter einer Glasscheibe sitzendem Beamten und dieser schnitt dann mit einer riesig anmutenden Schneidemaschine
ein kleines farbiges Pappkärtchen zurecht - die Fahrkarte.
Leider war ich damals noch zu klein, um diese Situationen auf Photos festzuhalten. Aber immerhin habe ich
noch 1984 vor Eröffnung der Dortmund U-Bahn und mit der Ankunft der ersten S-Bahnen in Dortmund die Umbauarbeiten
am Dortmunder Hauptbahnhof und die auf dem Bahnhofsvorplatz abfahrende Straßenbahn abgelichtet:
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Bild rechts: Wo heute ein Baumreihe den Köningswall zur Allee macht, fuhren früher die Straßenbahnlinie
1 (nach Hörde) und 3 (zum Westfalenstation) zum Westtor herauf, um von dort über die Kampstraße weiterzufahren.
Weiter rechts, wo heute das Harenberg-Hochhaus steht, fuhrt die Straßenbahnlinie 5 über Huckarde und
Westerfilde nach Mengede. Außerdem befand sich dort die Wendeschleife der hier endenden Linie 7.
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Bilder links und unten: Als die ersten S-Bahnen der Linie S1 von Bochum nach Dortmund fuhren, war der
S-Bahnsteig für die Gleise 6 und 7 noch nicht fertiggestellt. Im zentralen Gang des Hauptbahnhofs war an
der betreffenden Stelle das Dach offen. Und die S-Bahnen hielten am gemeinsamen Bahnsteig der Gleise 2 bis 6.
Heute bedient dieser Bahnsteig nur noch die Gleise 2 bis 5 und eine Absperrkette verhindert das Einsteigen
in die auf Gleis 6 stehenden S-Bahn-Züge.
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Bilder unten: Die nördliche Fahrspur des Köningswalls verlief früher direkt vor dem
Eingang des Hauptbahnhofs, einen Bahnhofsvorplatz gab es nicht. Sehr viel Platz in der Mitte
des Köningswalls nahmen die Straßenbahngleise ein. An der Haltestelle "Hauptbahnhof" befand
sich sogar ein Kiosk.
Zum damaligen Zeitpunkt befand sich vor dem Dortberghaus noch die Ladenzeile, die später
zugunsten der neuen Bibliothek abgerissen wurde. Und die Stadtsparkasse errichtete neben dem
Dortberghaus gerade ihren Erweiterungsbau.
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