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Im Plan schwarz dargestellt sind die 1965 vorhandenen Straßenbahnstrecken, die in ihrer
damaligen Form erhalten bleiben sollten. Orange dargestellt sind dagegen Strecken, die im
Rahmen einer ersten Ausbaustufe entweder neu gebaut oder modernisiert werden sollten. Entsprechend
orange durchgekreuzt sind Linienführungen, die im Rahmen der ersten Ausbaustufe wegfallen
sollten. Weiß eingezeichnet sind Vorhaben des Streckenausbaus sowie der Modernisierung
in der zweiten Ausbaustufe, entsprechend weiß durchgekreuzt die Linienwege, die in der
zweiten Ausbaustufe entfallen sollten.
Konkrete Zeiten für den Ausbau werden im dem Artikel nicht genannt. Jedoch sollte die erste
Ausbaustufe in Anlehnung an die Planungen der Deutschen Bundesbahn innerhalb der nächsten
fünf Jahre (als bis 1969) realisiert werden. Des weiteren wird darauf verwiesen, daß dieser
Plan Teil einer gemeinsamen Planung der sieben Verkehrsbetriebe des engeren Ruhrgebiets war, daß
diese Planungen mit der Bundesbahn abgestimmt und daß der Landesregierung eine Kostenaufstellung
zur Beschlußfassung vorgelegt wurde. Diese erste Ausbaustufe sah für Dortmund eine Ausbaulänge
von etwas mehr als 37 km und ein Investitionsvolumen von rund 51 Millionen Mark vor.
Wie man im Plan sieht, war vorgesehen, nahezu alle vorhandenen Straßenbahnstrecken zu
erhalten, lediglich die Strecke von Aplerbeck zum Schwerter Wald ("Berghofen Gockel") sollte
entfallen, so wie es tatsächlich auch passiert ist. Darüberhinaus waren erhebliche
Streckenerweiterungen vorgesehen: Die Strecke nach Mengede sollte zweigleisig ausgebaut werden
und in Huckarde einen Abzweig über Jungferntal nach Kirchlinde erhalten. Die Strecke nach
Hörde sollte über die damalige Endhaltestelle Brücherhofstraße hinaus auf der Wellinghofer Straße
weiterführen und mit einem Bogen südlich des Hacheneyer Kirchwegs zur Haltestelle Hacheney
geführt werden. Die Straßenbahnlinie nach Brambauer sollte einen Abzweig am
Externberg mit Linienführung entlang der Bayrischen Straße nach Schulte Rödding erhalten. Als besonders
wichtiges Ziel wurde der Straßenbahnanschluß der zukünftigen Universität hervorgehoben. Dieser
sollte über einen Abzweig von der Strecke nach Hombruch im Bereich der Gartenstadt Schönau hergestellt werden.
Tatsächlich sind diese Streckenerweiterungen sämtlich nicht durchgeführt wurden. Auch der
geplante doppelgleisige Ausbau zwischen Marten und Dorstfeld, auf dem Asselner Hellweg sowie
die Begradigung und der gleichzeitige doppelgleisige Ausbau entlang der Marsbruchstraße in
Aplerbeck wurden nicht realisiert.
Interessant auch die Planungen für den Bereich Scharnhorst: Entgegen der späteren
Realisierung sahen die Planungen vor, daß die Straßenbahnstrecke nach Derne erhalten bleibt.
Statt Scharnhorst über Kirchderne und die Franz-Zimmer-Siedlung an das Straßenbahnnetz
anzubinden, sollte die Linie 4, die entlang der Springorumstraße durch die Westfalenhütte
zum Wambler Holz hindurchfuhr, durch Scharnhorst nach Grevel verlängert werden.
In der zweiten Ausbaustufe war dann sogar der Ausbau von Strecken vorgesehen, die heute
stillgelegt sind: Die Strecke nach Derne sollte statt nach Altenderne-Niederbecker zukünftig
nach Altenderne-Oberbecker führen und auf einem eigenen Bahnkörper verlaufen. Der Abzweig
vom Westfalendamm entlang des Nußbaumwegs zur Rennbahn sollte aufgegeben werden zugunsten
eines Abzweig vom Westfalendamm an der Gabelsberger Straße, der ebenfalls die Rennbahn
bedienen sollte, um dann aber weiterzuführen nach Wambel und dort an die Straßenbahnlinie
auf dem Wambler Hellweg anzuschließen.
In der zweiten Ausbaustufe sollte auch die Straßenbahnstrecke auf dem Hellweg von Körne
bis Wickede einen eigenen Bahnkörper erhalten sowie die Strecke nach Lindenhorst zweigleisig
ausgebaut werden. Des weiteren war eine Verlängerung der Scharnhorster Strecke über die
Endhaltestelle Grevel hinaus nach Lanstrop vorgesehen.
Der Artikel schließt mit dem Satz "Die Mitarbeiter der Ruhrgebietsbahnen freuen sich
jedenfalls, dazu beitragen zu können, die ohnehin unentbehrliche Straßenbahn allmähnlich zu
einem attraktiven Schnellverkehrsmittel umzugestalten."
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