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Das Mahnmal in der Bittermark erinnert an die Grausamkeit der Nazi-Diktatur im dritten Reich 1933-1945.
An diesem Ort wird an jedem Karfreitag, in diesem Jahr also am 10. April 2009, im Rahmen
einer großen Kundgebung der Widerstandskämpfer und französischen Zwangsarbeiter gedacht, die hier und
im Rombergpark wenige Tage vor Kriegende im März 1945 von der Hörder Gestapo durch Genickschuß ermordet
wurden, als amerikanische Truppen bereits in einzelne Vororte von Dortmund einmarschiert waren.
In den Ostertagen 1945 wurden vom 07. März bis 12. April in der Waldlichtung "Spielwiese"
in der Bittermark, im Rombergpark und auf dem Eisenbahngelände zwischen Hörde und Berghofen etwa
280 Menschen ermordet. Einen Tag danach, am 13. April 1945, war Dortmund von den amerikanischen
Truppen besetzt. Am 19. April 1945 wurde mit der Exhumierung der Leichen in der Bittermark begonnen.
Zu den in der Bittermark Ermordeten gehörte z.B. die kommunistische Widerstandskämpferin Martha Gillessen (geb. 30.11.1901),
die einer Jüdin Unterschlupf gewährte und aufgrund des Verrats durch einen Genossen am 08. Februar 1945
zusammen mit zahlreichen anderen Widerstandskämpfern von der Gestapo festgenommen wurde.
Nach Martha Gillessen ist eine Straße in der Dortmunder Nordstadt
benannt (siehe Photo weiter unten). Die Widerstandskämpferin Johanna Melzer, nach der eine weitere
Straße benannt ist (siehe gleiches Photo), hatte das Glück, bereits zwei Jahre vorher zu einer längeren
Gefängnisstrafe verurteilt worden zu sein. So überlebte sie das dritte Reich.
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Auf der Gedenkfeier, die traditionell jedes Jahr am Karfreitag in deutscher und französischer
Sprache abgehalten wird, ist die Waldlichtung am Mahnmal Bittermark (siehe Photo) bei gutem Wetter mit zahlreichen
Besuchern gefüllt. In diesem Jahr ist dies 10. April 2009 (15:00 Uhr).
In der Regel spricht einer der Dortmund Bürgermeister (meistens nicht der Oberbügermeister), die
Generalsekretärin des Internationalen Rombergpark-Komitees Gisa Marschefski und der Ehrenpräsident
des französischen Verbandes der Zwangs- und Arbeitsdeportierten Jean-Louis Forest.
Bei der eigentlich sehr umfangreichen Aufzählung markanter Punkte zum Dortmunder Stadtplan
hat die Stadt Dortmund das Mahnmal in der Bittermark allerdings stillschweigend weggelassen. Dabei ist
das Mahnmal auf dem Stadtplan nicht nur eingezeichnet, sondern sogar als Link ("Hotspot") realisiert.
Beim Stadtteilprogramm der Internet-Agentur Bittermark unter www.bittermark.de, das den Ortsteil
Bittermark wahrheitswidrig als südlichsten Stadtteil Dortmunds bezeichnet,
gibt es einen Lageplan, auf dem der Ort des Mahnmals
gar nicht erst eingezeichnet wurde, noch nicht einmal die Waldlichtung ist erkennbar. Ist es den Bürgern der Bittermark
so unangenehm, in der Nähe eines Mahnmals zur NS-Zeit zu wohnen?
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