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Breits seit meiner Kindheit kenne ich den Märchenwald, der an der Reinoldikirche (in der Nähe der südwestlichen Gebäudeecke)
auf dem Weihnachtsmarkt steht.
Verändert hat er sich in den vergangenen Jahrzehnten nur wenig - und immer noch zieht er die Kinder in seinen
Bann: Ein alter Baum liest den Kindern Weihnachtsmärchen vor. Zu einer Stimme und manchmal Musik vom Tonband bewegt
er seine Lippen auf und zu, während im Hintergrund diverse Märchenszenen dargestellt sind.
So sieht man beispielsweise Hänsel und Gretel mit der Hexe vor dem Knusperhäuschen, Sterntaler im Nachthemd
und Rotkäppchen mit dem bösen Wolf.
In einem Bergarbeiterrevier wie dem Ruhrgebiet dürfen natürlich die harten Malocher nicht fehlen. Deshalb kann der
Zuschauer auch einen Blick werfen auf das nymphomanisch veranlagte Schneewittchen, das sich vor neugierigen
Blicken hinter den sieben Bergen verbirgt, um sich dort als Gespielin einer Gruppe kleinwüchsiger Bergarbeiter,
den sieben Zwergen, zu vergnügen.
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